Länderkurzbericht Haiti Januar 2013

Noch immer beeinflussen die Folgen des Erdbebens von 2010 die Menschenrechtslage in Haiti.

Das Erdbeben hatte unmittelbare Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und sozialen Rechte der haitianischen Bevölkerung, insbesondere in Bezug auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnraum. Bereits vor dem Erdbeben bestehende Probleme, wie Mängel im Justizsystem und geschlechterbasierte Gewalt, wurden durch die Schwächung staatlicher Institutionen im Zuge des Erdbebens noch verschlimmert.

Die Auswirkungen des Erdbebens auf die öffentlichen Institutionen und die nur zögerliche und unvollständige Auszahlung internationaler Gelder verschlechtern chronische Schwächen in den Regierungsbemühungen, Menschenrechte zu fördern und zu schützen.


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Zwangsräumungen und Unsicherheit - zur Wohnsituation in Haiti 3 Jahre nach dem Erdbeben

11. Januar 2013 -

Drei Jahre nach dem Erdbeben in Haiti ist die Wohnsituation im Land nach wie vor katastrophal. Hundert tausende Menschen lebten noch immer in unsicheren Notunterkünften, sagte Amnesty International heute und rief die haitianischen Behörden sowie die internationale Gemeinschaft dazu auf, eine Verbesserung der Wohnsituation zur Priorität zu machen.

Aussagen von Betroffenen zufolge, die Amnesty International in Haiti gesammelt hat, verschlechtern sich die Lebensbedingungen in den behelfsmäßigen Camps – mit mangelndem Zugang zu Wasser, Sanitäreinrichtungen und Müllentsorgung – die alle zu der Verbreitung von Infektionskrankheiten wie Cholera beigetragen haben. Frauen und Mädchen sind der Gefahr sexueller Übergriffe und Vergewaltigung ausgesetzt.

„Als wären Unsicherheit, Krankheiten und Naturkatastrophen noch nicht genug, leben viele der Menschen in den behelfsmäßgen Camps unter der konstanten Angst vor Zwangsräumungen“, sagte Javier Zúñiga, Sonderberater bei Amnesty International.



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Straflosigkeit im Fall Jean-Claude Duvalier - „Ein schwarzer Tag für Haiti und für Gerechtigkeit

31. Januar 2012

Haitis Justizbehörden haben den Opfern des ehemaligen Staatschefs Jean-Claude Duvalier einen weiteren Schlag verpasst, sagte Amnesty International heute, nachdem die Strafanzeige gegen den ehemaligen „Präsidenten auf Lebenszeit“ wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen fallen gelassen wurde.

Der untersuchende Richter kündigte gestern in Port-au-Prince an, dass Jean-Claude „Baby Doc“ Duvalier nicht für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit – inklusive Folter, Verschwindenlassen und extralegale Hinrichtungen – vor Gericht gestellt werde, sondern lediglich wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder während seiner Herrschaft von 1971 bis 1986.


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Nachbeben: Frauen erheben die Stimme gegen sexuelle Gewalt in Haitis Camps

Januar 2011 -

Mädchen und Frauen in Haiti sind auch ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben nicht sicher. So geht es aus einem im Januar veröffentlichen Bericht von Amnesty International hervor.


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